Dienstag, 24. April 2012

(Ab)stillen


Die Stillbeziehung zur Kleinen war am Anfang sehr schwer, da sie 4 Wochen zu früh auf  die Welt kam. Die Hausgeburt war aus diesem Grund leider nicht möglich gewesen und so lag ich dann mit meinem Minibaby, das immerzu einschlief, im Krankenhaus.
Um der drohenden Einweisung in die Kinderklinik zu entgehen, fütterte ich mit Einwegspritze und Becher zu. Dank viel Kuscheln, noch mehr Geduld, Pumpen was das Zeug hielt und einem Brusternährungsset haben wir es aber schließlich doch zum Vollstillen geschafft. Bei der Großen war mir das wegen einer Saugverwirrung leider nicht vergönnt, aber bei der Kleinen wusste ich es besser. Glücklicherweise :)


Nun wird die Kleine bald 2 und ich bin am überlegen ob ich langsam abstillen möchte.
Sie wollte nie einen Nuckel, deshalb fällt mir die Entscheidung noch schwerer - schließlich haben auch Zweijährige noch ein Saugbedürfnis.
Nachts haben wir Ende letzten Jahres abgestillt, in der Hoffnung, sie schliefe dann besser. Dem war leider nicht so ;) Aber immerhin können wir uns nachts nun mit dem Trösten abwechseln. Das ist viel Wert!


Wir beide mögen das Stillen und eigentlich gibt es keinen Grund abzustillen. Sie kann auch gut und gern ein paar Tage nicht stillen, wenn ich bspw. nicht anwesend bin. Sonst stille ich noch mittags und ggf. abends. Natürlich auch dann und wann je nach Bedarf.
Aber irgendwie habe ich auch das Gefühl, dass jetzt der richtige Zeitpunkt wäre, dem Stillen ein langsames und schönes Ende zu setzen.

Hach, ich weiß nicht.
In meinem Freundeskreis haben viele weit über den ersten Geburtstag hinaus gestillt. Ich finde das absolut normal, gut und richtig. Ich finde es eher ziemlich schade und auch kontraproduktiv, dass die Werbung stetig suggeriert, dass "Nach dem Stillen" eine Folgemilch folgen muss oder noch ärger: zum Wohle des Kindes "sollte". Wer nicht stillen möchte, dann finde ich das schade, aber nicht verwerflich.
Aber dass viele junge (im Sinne von "gerade geworden") Mütter gar nicht wissen, dass man einfach weiterstillen kann bis das Kind vom Familientisch mitisst und nicht zwingen irgendeine Formula braucht, das ärgert mich. Irgendwie fehlt dem Stillen eine mediale Lobby.
Wobei ich auch als ehemalige Flaschengeberin bei der Großen weiß, wie schlimm sich das anfühlen und wie beobachtet man sich von der Stilllobby fühlen _kann_.


Lange Rede kurzer Sinn:
Hat jemand von euch (Langzeit)gestillt und mag davon erzählen?
Wann und warum habt ihr abgestillt?



Kommentare:

  1. Liebe Halitha,

    na, da hast Du heute aber wirklich DEN Post für mich geschrieben. Meine Stillzeit beim Kleinen geht jetzt noch genau 3 Tage (also zumindest geplant...)
    Und mir geht es ganz ähnlich wie Dir. Fast alles, von dem Du schreibst, kenne ich auch. Ich hatte zwar das Glück, dass ich von Anfang an beide Kinder problemlos stillen konnte und es auch immer geliebt habe!
    Beide Kinder hatten nie ein Fläschen gesehen und einen Schnulli wollten sie beide eigentlich auch nie.
    Meine Tochter wollte dann mit 1,5 Jahren nicht mehr gestillt werden. Da ging das Abstillen sehr plötzlich und tat dann eher mir weh, obwohl ich sehr froh war, weil ich kräftemäßig am Ende war. Die hat mich fast ausgesaugt! Und gepennt hat sie ganz schlecht! Ich habe sie nach Bedarf gestillt, die letzte Zeit war das eigentlich nur noch nachts. Dafür da dann gerne 8-10 x über Moante hinweg!
    Trotzdem konnte ich mich nicht durchringen, abzustillen, obwohl es mich am Ende nur noch genervt hat, vor allem auch, weil sie so viel mit dem Busen gespielt hat.
    Die Hand steckt sie mir bis heute in den Ausschnitt :-)

    Den Kleinen stille ich auch mit über 21 Monaten immer noch. Für mich ist das auch völlig normal und unvorstellbar, aufzuhören, solange sie noch so klein sind.
    Und es gibt immer noch sehr sehr viele Momente, wo ich nichts schöner finde, als mich mit ihm hinzusetzen und in aller Ruhe zu stillen.
    Da aber auch er so ein schlechter Schläfer war, habe ich auch Ende letzten Jahres nachts abgestillt. Ich stille nun noch oft zum Einschlafen. Danach muss mein Mann ran. Ich kriege ihn nachts nicht anders getröstet.
    Insofern bin ich mittlerweile wieder etwas bei Kräften, aber einfach noch nicht genug. Die monatelange Nichtschlaferei mit dem Stillen hat seinen Tribut gekostet. Ich bin oft krank. Außerdem hatte ich im letzten Jahr eine Verletzung und in deren Folge eine Sehnen-Entzündung bekommen. Die kriege ich einfach nicht aus dem Körper. Die Bänder sind nicht stabil genug und die Akkus leer. Mein Arzt rät seit Monaten nun doch mal abzustillen.
    In den letzten Wochen habe ich nun bei mir selbst beobachtet, wie ich immer öfter genervt nach dem Stillen bin, ich nicht mehr bereit bin, mich ständig beißen zu lassen (und das macht er seit er Zähne hat viel! Teilweise richtig blutig...) und auch er es imer weniger verlangt. Neulich konnte ich ihn sogar nachts anders beruhigen. Ja, ich hänge am Stillen und es fällt mir wieder furchtbar schwer. Trotzdem ist für mich der Moment da! Am Wochende werde ich mit meiner Großen 4 Tage nach Stockholm verreisen und ein schönes Mama-Tochter-Wochenende verbringen und die Männer machen es sich hier nett. Es wird kein Problem werden. Ich war schon öfter mal ein paar Tage weg. Diesmal werde ich nur danach konsequent sein und nicht wieder anfangen...
    So zumindest der Plan...
    Liebe Halitha, ich danke Dir für dieses Thema und wünsche Dir, dass Du auch den für Dich richtigen Moment findest. Ich glaube, bei aller Traurigkeit, man spürt es sehr gut, wenn es soweit ist.
    Sei umarmt von Hanna

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  2. Huhuu :)

    Hier auch eine (Langzeit?)Stillmama *gg*
    Mariela ist nun 2 Jahre und 8 Monate alt. Und ich stille sie immer noch. Ein komplettes Abstillen ist bei uns noch nicht in Sicht. Nachts würde ich sie manchmal schon gerne abgestillt haben, aber es fällt mir schwer, dann ihr Weinen zu ertragen. Ich weiss nicht, wie lange wir noch stillen werden. Wahrscheinlich so lange wie es für uns beide in Ordnung ist. Schon in der Schwangerschaft habe ich beschlossen, dass ich mein Kind mindestens 2 Jahre lang stillen möchte und trotz Anfangsschwierigkeiten hat's dann glücklicherweise auch geklappt. Ich möchte die Zeit nicht missen. :-)

    GLG
    Christina

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  3. @huscha:
    Danke, Danke, Danke für deinen ausführlichen bericht :) auch wenn der abstillgrund für dich leider meist kein so schöner war. ich stillte nachts auch ab, da ich einfach am ende durch so viel schlafmangel war. körperlich nimmt mich das stillen nicht mit, ich habe nicht mal dadurch abgenommen ;)
    nun wünsche ich dir aber einen schönen urlaub mit der großen und danke dir sehr für deine lieben worte!

    @crismu:
    auch dir ganz lieben dank für deinen bericht. ich lese so gern vom Langzeitsttillen, denn es ist ja leider irgendwie nicht besonders gesellschaftlich etabliert in deutschland.

    liebe grüße und eine gute nacht euch beiden

    halitha

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  4. Liebe Line...
    ich stillte mein Mäuschen 2 Jahre lang. <3 Es war toll, jedoch fehlt es uns beiden... Sie will, vorallem MOMENTAN, ganz viel wieder an die Brust und die MIMI trinken. Da ich noch Milch habe... WARUM AUCH IMMER, hatten wir es letztens einfach mal wieder versucht, was allerdings NICHT geklappt hat, da das SAUGEN einfach nicht mehr klappen wollte.
    Ich kann Dir von meiner Seite aus nur sagen:
    WENN DU DIR 100% SICHER BIST ABZUSTILLEN, MACH ES!
    Wenn nicht geb Euch einfach noch ein bisschen Zeit, ich denke das kommt dann von gaaaanz ALLEINE!

    Meine Schwiegermutter hatte mit 42 noch einen Sohn bekommen.
    Sie stillte ihn 3 1/2 Jahre lang. Sie stillte Tim so lange Er es wollte... Irgendwann sagte der kleine Mann dann das er nicht mehr mag... und er lieber die Milch von der Kuh trinken mag. :) Und ab da war der Bub nun kein Stillkind mehr.

    Gib Euch Zeit, fang langsam an und irgendwann kommt der Zeitpunkt wo Du oder sogar auch dein Mäuschen sagt NEIN... JETZT IST SCHLUSS!!!!!

    Ganz liebe Grüße, Marielle

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  5. Ein sehr schöner ehrlicher Post, liebe Halitha! Ich bin (noch) keine Langzeitstillmama, habe aber auch vor über das erste Lebensjahr hinweg zu stillen. Mein Kleiner ist jetzt 11 Monate und noch ist kein Ende in Sicht. Wir wollen bald das Nachtstillen zumindest reduzieren (1x weglassen), auch in der Hoffnung, dass er dann besser durchschläft. Mal schauen, ob das was wird... Körperlich zehrt das Stillen nicht an mir. Ich bin genau Deiner Meinung, dass viel zu viel falsche Informationen über das Stillen herrscht. "Die Milch nährt nach 6 Monaten nicht mehr" (kopfschüttel), das Kind braucht Folgemilch (hallo?!), etc. ich versuche mit Freunden dann zu reden, aber das hilft nicht immer. Im Gegenteil, ich bin dann halt eine von "denen", Hippi-Mama und so. Aber das prallt an mir ab. Ich verurteile Frauen, die Fläschchen geben überhaupt nicht, weil jede Still- oder auch Nichtstillbeziehung individuell ist und niemand von außen sagen kann, was gut für Mutter und Kind ist. Aber wenn jemand wegen falscher Information abstillt, finde ich das sehr schade. LG Katrin

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  6. ich denke ihr beide werdet den zeitpunkt spüren wenn es soweit ist. meine beiden großen hab ich exakt 6 monate gestillt, konnte es kaum erwarten abzustillen, die minimaus (sicher auch bedingt durch ihren schweren start in dieses leben, siehe post vom 14.10.2011 bei interesse) habe ich 27 monate gestillt, davon 8 voll, beikost hat sie nicht interessiert :) es war dann später nur noch das morgenstillen und manchmal mittags zum einschlafen... aber ich hab dann gemerkt, dass ich nicht mehr möchte und dass ich mich ein wenig lösen mag und ihr erklärt, dass wir uns jetzt vom "busi" verabschieden. ich hab geweint und sie hat gelacht... naja am nächsten tag meinte sie zu mir "ich nicht groß, ich baby, buuuuusi haben!" nach 2 minuten weinen und erklären war aber auch das geschafft, aber wir haben die zeit danach viel darüber geredet, arg eigentlich.. und auch heute noch, wenn wir kuscheln schaut sie immer so von unten rauf zu mir und meint "als ich ein baby war, hab ich immer busi getrunken" und macht dazu die lieben gluckgluck geräusche. da muss ich dann oft lachen, weil baby im herkömmlichen sinn war sie da nicht mehr und sooo lang ists eigentlich gar nicht her :)
    glg andrea

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  7. Hallo Du Liebe!
    Zuerst: Ein zucekersüßes Bild, so herrlich schöne Farben!

    Ich kann gut verstehen, dass Dir die Entscheidung sehr schwer fällt.

    Ich habe alle meine Kinder vollgestillt und es genossen, aber irgendwann wurde mir bei allen Kindern die Entscheidung abgenommen, sie haben einfach mit ihren Patschehändchen meine Brust weggedrückt und vorbei war es :-)

    Es fiehl mir schwer das so hinzunehmen, aber ob ich ansonsten überhaupt den Absprung geschafft hätte?

    LG
    Theresa

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  8. Hallo,

    hach, Langzeitstillen.
    Ich habe das große Mädchen dreineinhalb Jahre trinken lassen und das große kleine Mädchen nicht ganz drei Jahre. Ein Jahr davon habe ich zwei Kinder gestillt.
    Und was soll ich sagen? Für mich war es irgendwie zu viel.
    Im ersten Jahr habe ich es toll gefunden und immer wieder über das Wunder gestaunt, wie die Kinder wachsen und sich prächtig entwickeln, obwohl sie so lange nur Muttermilch bekommen. (Die Große hat einen planmäßigen Beikoststart mit 6 Monaten gemacht, die Kleine hat erst später begonnen, und ganz lange war bei beiden das Stillen die Hauptmahlzeit.)
    Der Still-Start war bei beiden Kindern schwierig, aber ich war beharrlich - beim ersten Kind wollte ich es UNBEDINGT, weil ich so große Angst vor Allergien hatte, und beim zweiten Kind wusste ich einfach, dass es nicht an mir liegen kann und das Baby einfach noch Zeit braucht, bis es klappt.
    Schön war, wie glücklich sie beide beim Stillen waren.
    Weniger schön war ab einem gewissen Zeitpunkt, dass die Kinder immer noch über meinen Körper bestimmen wollten, ich mich aber zunehmend abgrenzen wollte. Da war mir das Stillen körperlich oft richtig unangenehm.

    Die Große hat sich beinahe von selbst abgestillt - hat es oft schon zwei, drei Tage lang vergessen, bevor sie wieder wollte, und dann meinen Vorschlag, es ganz sein zu lassen, akzeptiert.
    Der Kleinen habe ich lang und breit erklärt, dass ich nicht mehr möchte, dass sie schon groß ist, dass sie stattdessen Kuhmilch trinken kann - das hat sie dann auch gemacht ... und ich war froh. :-)

    Ich habe immer noch ein schlechtes Gefühl, weil ich mit dem Langzeitstillen nicht nur positive Emotionen verknüpfe. Und ich bin immer noch nicht sicher, ob ich ein (nicht geplantes) drittes Kind auch wieder so lange stillen würde.

    Alles Gute für deine Entscheidungsfindung!
    Liebe Grüße
    Anneliese

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  9. ich kenn mich leider nicht gut genug aus, aber ich finde wie immer sollte man auf den bauch hören. nichtsdestotrotz hast du mich mit deinem post zu meinem bisher längsten post gebracht. :o)
    liebe grüße

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  10. Liebe Halitha,
    ich habe ein 3/4 Jahr gestillt. Hätte es aber gern noch ein wenig länger getan. Zu der Zeit war ich mit meiner Maus im Krankenhaus weil sie immerzu Anfälle bekam und der Stress führte dazu, dass bei mir die Milch wegblieb.... Somit hatte sich das erledigt....
    Sei lieb gegrüßt!
    Jenny

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  11. Ich bewundere dein Durchhaltevermögen, meine 3 Kinder habe ich ca. 10 Monate gestillt. Ich hatte nie sonderlich viel Milch. Ich bin Muslima und im Koran wird sogar eine Stillzeit von 2 Jahren empfohlen ;-) (obwohl ich persönlich dafür nie die Ausdauer hatte)

    Weiterhin alles Gute wünscht
    SelMama

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  12. vielen lieben danke euch allen!

    es ist SO unwahrscheinlich interessant von diesen vielen unterschiedlichen erfahrungen zu lesen! das ist echt viel wert und ich finde ja, man sollte sowas oft öffentlich debattieren. leider ist und bleibt es ja ein tabuthema, das bei manchen sehr sauer oder besser: eklig aufstößt. wie schade!
    dabei darf man ja auch wirklich nie vergessen, wie gesund das stillen ist und bleibt. egal ob das kind die muttermilch nur für wenige tage oder gleich mehrere jahre erhält.

    ich danke euch wirklich sehr für eure beiträge und epipa: zu dir komm ich mal persönlich rüber ;)

    @anneliese: ich denke nicht, dass du ein schlechtes gefühl haben musst. selbst die liebe zu den kindern kann doch wirklich auch ganz ambivalent sein. bzw. ist das kümmern ums kind nicht immer nur toll, wunderbar und absolut erfüllen. wir alle sind ja nur menschen...wobei ich es nachfühlen kann. die große war als baby unheimlich anstrengend. sie hat überdurchschnittlich viel geweint und brauchte immer beschäftigung. ich hab sie damals häufig auch als belastung empfunden. dafür schäme ich mich heute, obwohl ich es nicht müsste. aber es ist eben wie es ist, nicht?
    und du hast ja schließlich abgestillt, als du nicht mehr wolltest und das ist ja auch wichtig.

    ganz liebe grüße und nochmals danke!!!

    einen schönen abend

    halitha

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  13. Ich habe meinen Sohn ab dem 6. Monat zugefüttert (würde ich beim zweiten Kind aber auch eher später machen) und insgesamt 25 Monate gestillt. Wenn er Fieber hatte musste ich mir nie Sorgen machen, dass er zu wenig trinkt. Mich hat das Stillen auch nie gestört - im Gegenteil. Ich finde für Kinder gibt es Nichts Besseres. Finde es auch unsinnig, wie die Werbung nachteilig beeinflusst, da ich mich doch öfter dafür rechtfertigen musste, warum ich "noch" stille.... Mein Sohn ist jetzt dreieinhalb und ich finde, d ass er sich prächtig entwickelt hat :)))))

    Viele Grüsse,
    Maria
    http://flickr.com/photos/lexy_and_me

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  14. Ja - das ist ein schwieriges Thema. Ich habe lange und gerne gestillt beide Kinder... manchmal nicht so gerne, wenn man nicht wegkonnte, weil es keine Alternative gab...
    ABER ich habe mir immer gesagt, ich möchte nicht, daß meine Kleine mir den Pulli hochschiebt um mir zu zeigen, daß sie jetzt trinken möchte. Das fand ich an größeren Kindern irgendwie - mmmhhh komisch - unangenehm. Ich muß dazu sagen, daß ich es genauso doof fand,wenn Kinder nur DURSSSTTTT rufen und Mama springt - ist genauso. Also zurück zum Thema: Kind 1 hat sich mit 10 Monaten mehr oder weniger selber abgestillt. Hatte aber wegen Studium eh zwischendurch mal die Flasche bekommen und wollte nicht mehr recht trinken. Ging von alleine. Kind 2 wollte NUR gestillt werden 12 Monate NUR NUR Stillen. Sie hat alles an Nahrung abgelehnt, was ihr vor die Nase kam. Keine Banane keinen geriebenen Apfel - Nudeln Kartoffel NIX - ich war frustriert!
    Dann hatte ich eine geplante Augen-Op ( ich ) und MUSSTE ein paar Tage weg. Kind und Papa alleine Zuhause und es MUSSE einfach klappen. In der Besuchspause noch zweimal gestillt, da meine Brust diese Zwangsabgewöhnung schwierig fand, ansonsten war danach das Thema durch - puh. Alternativ wurde dann eine Zipfelpuppe zum Nuckeln genommen - gab ja nix anderes : )
    Ach ja und als eines der ersten Dinge, die sie aß war Grünkohl und Zuckerkartoffeln : )
    ALso mein Tipp! Wenn es Dir damit gutgeht abzustillen, dann setz es durch und schenke der Kleinen ein tolles Kuscheltier ( Der Affe ist doch super )... oder ein Tuch von Dir oder so... Kuscheln nach dem Essen erlaubt - Trinken nicht. Wenn Du weiterstillen möchtest. Dann mach weiter - ich finde nichts verwerflich daran. Folgemilch ist Quatsch - auch wenn ich sie gegeben habe. Meine "KLeine" steht momentan voll auf Hafermilch - Alternative?
    Es gibt kein richtig oder falsch für andere. Jeder muß wohl einen eigenen Weg finden. Ganz liebe Grüße und auf in den "Kampf" - Liebe Grüße
    PS: Was andere Sagen ist eh egal! Oder nicht?

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  15. Hallo liebe Halitha,
    hier wird auch noch gestillt, naja nicht mehr so richtig, aber bald ja wieder auf jeden Fall...
    Zur Zeit möchte der junge Mann nur noch kurz schauen, ob noch alles da ist ;-) Das ging von jetzt auf gleich ziemlich schnell, weil es mir am Anfang der Schwangerschaft ziemlich schelcht ging...
    So ganz wohl fühle ich mich bei der geringen Anzahl nicht, weil ich ja weiß, dass ich es quasi verschuldet habe, andererseits bin ich auch ein bißchen froh, dass es nicht mehr so viel ist, aber ich bin froh, dass er nicht ganz aufgehört hat ;-) denn das wäre dann doch irgendwie...
    Auch wir haben am Anfang lange gekämpft und leider nur die erste Woche vollgestillt, danach KH und Saugverwirrung und leider nur erst Pumpstillen und dann Teilstillen...
    Du siehst "weiterhelfen" kann ich dir nicht. Schau einfach wie es für Euch beide am besten passt...
    Ganz liebe Grüße,
    Anja, die gespannt ist wie der kleine Grinsefisch sich verhalten wird, wenn da auf einemal eine kleine Maus stillen will ;-)

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  16. Liebe Halitha
    Höre, wie schon in vielen Kommentaren vor mir geschrieben, auf deinen Bauch und was sich für DICH richtig anfühlt.
    Liebe Grüsse von einer Langzeitstillmama

    (Meine Grosse wurde 4 Jahre gestillt und die Kleine ist nun 2,5 und ein Ende ist noch nicht in Sicht...)

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  17. @Tinki: Natürlich ist es egal, was andere dazu meinen. Ich wollte an sich ja auch keinen konkreten ratschläge, sondern eher andere erfahrungen, ist ja mein erstes stillkindchen.

    Und ich finde alle Berichte so unheimlich interessant. man liest ja sehr selten davon - da es immernoch in gewisser weise ein tabuthema ist, bei dem man sich dreimal überlegt, vor wem man es anspricht.

    umso froher und dankbarer bin ich für die offenheit von euch allen :)

    DANKE!

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  18. Es haben schon so viele das geschrieben, was auch ich denke. Du wirst schon ein Signal spuren, wenn der Zeitpunkt gekommen ist abzustillen. Ich bin gerade fertig mit Stillen, aber nur für die nächsten 6 bis 8 Stunden (nachts). Ich persönlich finde die Vorstellung, ein Kind, das schon laufen und sprechen kann, zu stillen, komisch, aber das muss jede Mama selber wissen. Auf jeden Fall soll man nicht für die sog. Freunde, die Nachbarn oder die Industrie mit dem Stillen aufhören!!!
    Herzliche Grüße und vielen vielen Dank für diesen Post! Kate

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  19. finde ich gut deinen Post. Ich hab den Kleinen (Hausgeburt) bis Anfang Februar gestillt und war eigentlich ganz froh darüber ihn so lange gestillt zu haben (15 Monate), da er davor mit Lungenentzündung im Krankenhaus lag und ich ihn von nur noch nachts auf 100% Stillen musst (von gleich auf sofort). Das klappte prima. Im Januar habe ich wieder zu arbeiten angefangen und da er tagsüber ganz normal gegessen hat und nur noch nachts 1-2 Mal gestillt werden musst, hatte ich bald keine Kraft und Energie mehr ihn weiter zu stillen. Schnuller wollte er keinen, irgendwann war der Punkt erreicht, dass ich einfach nicht mehr konnte ... ich habe sein Bett dann nach Feng Shui umgestellt und er hat die Nacht auf einmal durchgeschlafen und das Stillproblem hat sich von heute auf morgen gelöst .... und ich habe für Arbeit, 2 Kinder, Haus + Garten und ... Mann nicht zu vergessen ... wieder mehr Kraft, da ich nachts schlafen kann und nicht mittendrin rausgerissen werde. Bei der Großen (Kaiserschnitt) musst ich mit 9 Monaten abstillen, weil ich 2 Wochen lang Antibiotika nehmen musste weil ich fast eine Lungenentzündung hatte und danach wollte sie nicht mehr an die Brust - hat auch sonst die Milch verweigert und sich an ihren Schnuller geklammert :-) So unterschiedlich sind die Kinder ...

    Ich bin pro Stillen und rate jeder Schwangeren /Jungmutter dazu, soweit es eben möglich ist.

    Ganz viele liebe Grüße, Elvira

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  20. Hallo,

    ich habe gerade das erste mal in deinen Blog geschaut und dann entdecke ich gleich ein Thema was auch mich beschäftigt.Ich stille meine große Tochter schon über 3 1/2 Jahre und die kleine nun fast 14 Monate.Ich habe auch ehr gemischte gefühle dabei,was aber nur an der Großen liegt.Diese stillt wirklich noch sehr viel (ausschließlich Zuhause) und auch Nachts.Nun überlege ich auch schon seit langen ans Abstillen.Nur das wäre für sie glaueb ein wirklich sehr großer Verlust.Das macht es für mich echt nicht leicht.So schiebe ich es irgendwie vor mir her und hoffe das sie sich doch noch von allein abstillt.Denn ich war schon früh der Meinung das ich meine Kinder nie abstillen werde..das die das selber machen.Nun bin ich aber oft an einem Punkt,wo ich gerne nur noch die Kleine stillen würde.Und da kommt wieder dazu das dann die Große glaubt ich mag die Kleine lieber... bei uns alles echt nicht einfach. ;)

    Ansonsten bin ich der Meinung wenn es Mutter und Kind gut damit geht,wenn sie noch lange stillen,dann kann man das Kind durchaus selbst entscheiden lassen wann es sich abstillt.Und ich finde bei euch liest es sich noch sehr stimmig.Hör auf dein Herz und dein Kind..vllt nimmt sie es ja auch bald selbst in die Hand.

    Liebe Grüße!
    Jessica

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  21. hallo,
    das schlimmste sind ja immer die Kommentare von "Laien" zum Thema Stillen, die absolut keine Ahnung habe. Ich hatte anfangs auch vor - wie es im Buche steht- mit 1 Jahr abzustillen. Aber meiner Kleinen gibt das Stillen so viel und in mir sträubt sich alles bei dem Gedanken ihr diese Geborgenheit zu entreissen, dass ich mich nun entschieden habe, sie soll die Sache dann beenden, wenn SIE soweit ist. Scheiss auf die gesellschaftlichen Kommentare!!
    Wir stillen gerade noch nachts, weil das - so finde ich- die unstressigste Art ist, mein Mädel zu beruhigen.
    Außerdem habe ich erst gestern wieder einen Bericht übers Langzeitstillen gelesen, der mich in meiner Entscheidung bestätigt: woher bekommt mein Kind die genau auf sie abgestimmte Immunabwehr?-nur über die Muttermilch! Ich selbst fühle mich so gesund wie lange nicht mehr und stillen hilft präventiv gegen versch. Formen von Krebs! und so nebenbei: bei IQ-Test schnitten gestillte Kinder, egal in welchem Alter IMMER besser ab als ihre Kollegen :))
    Übrigens unsere nächsten Verwandten die Primaten säugen ihre Jungen auch zwischen 3-6 Jahren.
    Wenn das kein Argument ist ;)
    Liebe Grüße
    Katrin

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Ich bin gespannt und freue mich sehr über ein paar ehrliche Worte :)
(Kommentare werden erst moderiert, nicht wundern!)