Dienstag, 17. September 2013

Wie Kinder schlafen.

Lange habe ich darüber nachgedacht einen solchen Post zu schreiben.
Aber je älter die Kleine wird, desto häufiger habe ich Eltern getroffen oder gelesen, denen es ähnlich geht und die es gleichermaßen tröstet, nicht mit ihrem "Problem" "allein" zu sein.
Wobei ich das alles inzwischen nicht mehr als "Problem" sehe, sondern als eine Facette kindlicher Charakterzüge. Und eine Eigenschaft der Kleinen ist unumstritten ihr geringer Schlafbedarf und ihr nächtliches Aufwachen. 

Also ihr Eltern da draußen: ihr seid nicht allein!
Es gibt so viele Kinder, die, obwohl sie schon 1, 2, 3 Jahre und älter sind, nicht durchschlafen. Die nur in Ausnahmefällen keine zwei, drei, vier oder fünf mal (oder noch häufiger) in der Nacht wach werden und Zuspruch und Trost oder auch nur Nähe brauchen.
Und dass sie dieses Verhalten zeigen zeugt nicht von euren schlechten erzieherischen Fähigkeiten oder eurer Unfähigkeit, dem Kind das Schlafen beizubringen. Nein, dass ihr euer Kind begleitet und tröstet, zeugt von viel Liebe, die ihr ihm entgegenbringt und von viel Verständnis dem Kind gegenüber, das sicher viel möchte, aber euch nicht mit seinem nächtlichen Aufwachen ärgern oder manipulieren. Außerdem _kann_ euer Kind ja schlafen. Darin war es sogar schon Experte bevor es geboren wurde! Es schläft nur offensichtlich nicht so, wie es sich unsere westliche, moderne Gesellschaft wünscht und vorstellt: unabhängig, unauffällig, gehorsam und still. 
Dabei ist Durchschlafen ein bißchen wie Laufen oder Sprechen lernen: Ein Entwicklungsprozess den man nicht beschleunigen kann und auch auch nicht beschleunigen sollte.


Gute Artikel zum Baby- und Kinderschlaf gibt es im Internet viele!
Ich verlinke euch an dieser Stelle eine Übersicht von Dr. med. Renz-Polster (Autor von Büchern wie "Kinder verstehen") sowie gut recherchierte Beiträge von Nestling vom gleichnamigen Blog.

Trotzdem steckt so ein (gefühlt) ständig aufwachendes Baby oder (Klein)Kind der eine besser, der andere schlechter weg. Die einen sind eher am Ende ihrer Kräfte als andere und es gibt auch keine Patentlösung für das "Durchschlafproblem", so wie es einige Baby-/Kinderratgeber empfehlen. 
Jede Familie muss ihren Weg finden.
Ich möchte euch an dieser Stelle aber gern zusammentragen, was helfen _kann_. Dabei geht es allerdings nicht darum, das nächtliche Aufwachen zu unterbinden, sondern es möglichst unanstrengend für die Eltern zu gestalten, ohne gleichzeitig die Bedürfnisse des Kindes zu überhören.
Ich möchte euch damit auch Alternativen zu den oft propagierten Schlaflernprogrammen mit kontrolliertem Schreien-Lassen geben. In der Broschüre Kinder brauchen uns auch nachts sowie dieser Darstellung der Prozesse im Kinderkörper, wenn es absichtlich und zu erzieherischen Zwecken schreien gelassen wird, finden sich viele gute Gründe gegen klassische Schlaflernprogramme.


Was also sind die Alternativen?

Eine Lösung kann sein, gemeinsam im Familienbett zu schlafen. Ein ausreichend großes Bett (bspw. auch zwei Betten aneinandergeschoben und fixiert), wodurch die Eltern zum nächtlichen Trösten wenigstens nicht aufstehen und das warme Bett verlassen müssen.
Oder eine Matratze im Kinderzimmer, neben dem Bett des Kindes, falls die Eltern kein Familienbett wollen. So kann das Kind trotzdem so komfortabel wie möglich beruhigt werden und man kann selbst schnell weiter schlafen. Auch ein Geschwisterbett, in dem alle Brüder und Schwestern schlafen dürfen, die das gern möchten, kann die Situation entspannen. Wobei natürlich kein Geschwisterkind zum nächtlichen Tröster werden darf, dafür sind die Erwachsenen da.
Vielleicht ist das Kind auch noch gar nicht richtig müde und kann deshalb nur schwer einschlafen und wird oft wach. Man könnte dann bedenken, die Zubettgehzeit weiter nach hinten zu verlegen und somit das nächtliche Aufwachen in gewissem Maße zu reduzieren. Einige Familien können es sich auch gut vorstellen, das Kind am Abend auf der Couch schlafen zu lassen, so dass sie immerhin noch ein wenig ihren Hobbys nachgehen und "frei" haben können.
Oder wie wäre es generell mal mit einer Pause? Vielleicht akzeptiert es das Kind, von einer anderen Bezugsperson getröstet zu werden und die Mutter/der Vater kann einmal die ganze Nacht schlafen? Eventuell können die Eltern an diesem Abend auch etwas Schönes unternehmen und einfach mal den Kopf frei bekommen, durchatmen, Kraft tanken.
Und schließlich hilft es vielen Eltern, die Situation so anzunehmen wie sie ist und sich bewusst zu machen, wie kurz diese so anstrengende Zeit, angesichts eines ganzen Lebens, ist. Und wie viel Vertrauen in seine Eltern und die Welt das Kind in dieser Zeit erfahren durfte und darf. Dass man ihm dadurch die hoffentlich besten Startchancen für ein schönes und glückliches Leben gibt. Dass irgendwann die eigenen Enkel ebenso schlafen und groß werden dürfen. Eine schöne Vorstellung, oder?

Und auch für die, deren Leidensdruck tatsächlich unsagbar groß geworden ist. Die psychisch wie auch physisch unter den unruhigen Nächten leiden und den Eindruck haben, unbedingt etwas ändern zu müssen: Auch für die gibt es eine Lösung. Das sogenannte sanfte Schlaftraining von Dr. Jay Gordon, das auf der Seite der Rabeneltern überblickshaft zusammengefasst wurde und nicht gegen die natürlichen Bedürfnisse von Kindern agiert. Stattdessen betont Gordon mehrfach, dass das Schlaftraining jederzeit abgebrochen werden kann und sollte, wenn es sich für die Eltern schlecht anfühlt.

Habt ihr noch Tipps? Und habt ihr Lust sie mir in den Kommentaren (oder auch per Mail) zukommen zu lassen?

Ich bin dafür Eltern zu unterstützen. Alle Familien mit ihren eigenen Geschichten und ihren eigenen Bedürfnissen, Wünschen und Zielen.
Und in diesem Sinne freue ich mich auf eure Rückmeldungen und wünsche euch eine schöne Woche!
Schlaft alle gut ;)






Kommentare:

  1. Ich brauch mein Bett für mich alleine. Um gut schlafen zu können brauche ich Platz - viel Platz. Deshalb war von Anfang an klar, unserKind landet nicht in unserem (meinem) Bett. Zuerst haben wir einAnstellbettchen gebaut. Nun schläft der kelien Fuchs in seinem eigenen Zimmer, in enem richtig großen Bett, eineme "schmalen Dopppelbett" Polster und Decke gibts zweimal. Wenn er in der Nacht munter wird, dann ruft er und einer von uns beiden legt sich zu ihm. Manachmal ist er nach ein paar Minuten eingeschlafen und ich geh in mein Bett zurück, oder ich schalfe auch dort ein und steh in der Früh mit ihm auf. Für uns drei passt diese Lösung richtig gut. Ich hab mein Bett für mich ganz allein, der kleie Fuchs hat reichlich Platz zum Kuscheln.

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  2. Danke. Ich hab ja das Glück zweier so-gut-wie-durchschlafender Kinder (die dafür abends länger brauchen, bis sie zur Ruhe kommen, aber so ist das nun mal), aber da gibt es wirklich so viel Unsicherheit ... Es tut gut, immer mal wieder zu hören, dass in dem Bereich so gut wie ALLES normal ist ;o)

    Viele liebe Grüße
    Luci

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  3. Unser Zwerg 2,5 Jahre alt schläft auch nicht durch. Dadurch, dass er so unruhig schläft möchten wir ihnauch nicht mehr in unserem Bett haben. Unsere Lösung: er schläft erst mal in seinem Bett ein. (Einer von uns sitzt ein wenig entfernt daneben, da er nicht alleine sein mag). Wenn er nachts aufwacht, soll er zu uns kommen. Vor ca. 1 Jahr haben wir ihm beigebracht selber zu kommen, weil wir finden, dass er alt genug war um selbst zu laufen. Dann kommt er auf die Besucher-Matratze. Sie liegt neben meinem Bett. So ist er bei mir, hat die Nähe und ich kann gemütlich liegen und ihm trotzdem auch mal die Wange streicheln. Und dadurch dass ich nicht aufstehen muss und so richtig wach werde, sind meine Nächte erholsamer geworden. Durchschlafen wird er, wenn er so weit ist. ;-)

    Liebe Grüße
    Madita

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  4. Hallo Halitha,
    wir hatten mit unserer jüngsten (heute 13) auch ein Schlafproblem. Sie ist mit 9 Jahren jede Nacht noch zu uns ins Bett gekommen. Da sie eine Hausstauballergie hat, dadurch ein allergisches Asthma (mit 3 Jahren festgestellt) und an einer leichten Neurodermitis leidet, habe ich irgendwann aufgehört dagegen zu arbeiten. Da mein Mann sich dadurch gestört fühlte, haben die 2 sozusagen eigentlich jede Nacht die Betten getauscht:-)). Ich habe mir irgendwann gedacht das Kind braucht wahrscheinlich einfach deine Nähe. Vielleicht durch die Pubertät bedingt haben sich ihre Beschwerden gebessert viel mehr treten garnicht mehr auf. Asthmaanfälle hat sie schon ganz lange nicht mehr gehabt und die Neurodermitis zeigt sich nur noch im Sommer wenn es heiß ist in den Kniekehlen. Bei unserer Großen habe ich damals mit dem Buch "Jedes Kind kann schlafen lernen" einen guten Erfolg erzielt, aber bei der jüngsten war auch damit nichts zu machen. Seit dem sie ca. 10 ist hat sie von selber damit aufgehört. Es darf nur zum einschlafen nicht ganz dunkel sein und sie hört eine CD, aber das ist ja in Ordnung. Nur wenn mein Mann Nachtschicht arbeitet oder aber jetzt in den Ferien, hat oder schläft sie ab und zu noch ganz gerne bei mir,dann tauschen die 2 mal wieder die Betten :-)).

    L.G. Ute

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  5. Hallo Halitha,
    grade habe ich Deinen Post auf dem Telefon gelesen und mußte direkt mal den "großen" PC anschmeissen, um vernünftig antworten zu können ;)
    Erstmal DANKE für Deine ehrlichen Worte. die hätte ich vor vier Jahren gut gebrauchen können. Denn um mich herum schliefen alle Babys brav und alleine in ihren eigenen Betten. Angeblich. Nur ich hatte jeden Abend ein schreiendes weinendes Bündel im Arm oder ein zufriedenes Baby an der Brust hängen. Angst vor abendlichen Zubettgehen hatte ich schon am frühen Nachmittag, Tag für Tag. Heute, ein weiteres Kin, viele Abende, Nächte und Tage später, bin ich natürlich klüger....
    Die Babys, die damals angeblich so gut DURCHschliefen, brauchten, stellte sich in anderen Gesprächen heraus, nachts aber dann doch noch drei bis vier Flaschen Milch. (Wo bitte sschön schlafen die dann durch ?? - Ich glaube, es wird nirgendwo so viel - hmmm. ich will es nicht lügen nennen.. geflunkert ? wie in Babykrabbelgruppen. Gegenseitig wurde sich dann das berühmte Buch zum Thema schlafen ausgeliehen...)
    Meine Große wurde damals fast ein Jahr alt, als es besser wurde. Was uns geholfen hat ? Mehr Ruhe und mehr Selbstbewusstsein meinerseits. Selbstbewusstsein, zu sagen JA, ich bin und bleibe bei meinem Baby, bis es sicher eingeschlafen ist. Und ein anderes Buch, das auch in dem von Dir genannten Flyer mit drinsteht: Schlafen statt Schreien.

    Bei Kind Nummer zwei weiß ich natürlich nicht, ob es am Kind oder an mir lag. Klar, man ist erfahrener, ruhiger und vor allem sicherer in dem, was man selbst will und tut. Aber die Kinder sind ja auch verschieden. Die Kleine (heute gute zwei Jahre alt) schläft, ohne Probleme, gemeinsam mit mir und der Großen (heute gute vier) im gemeinsamen (extragroßen) Familienbett ein. Beide gehen deutlich vor halb acht ins Bett, oft genug schon kurz nach sechs, und schlafen morgens mindestens bis halb sechs, eher deutlich länger. Und sie schlafen nahezu immer durch. (Klar, Ausnahmen bestätigen die Regel). Der "Problemfall Einschlafen" ist heute meist in nur 15 Minuten erledigt (Auch hier: Ausnahmen bestätigen die Regel.)
    So, Roman Ende ;)
    Liebe Grüße

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  6. Bei mir ist diese Zeit vorbei, es sei denn ein bei mir nächtigendes Enkelkind braucht mich..., ich kann mich als Mama an viele Nächte mit Baby im Elternbett oder Mama oder Papa am Baby- und Kleinkindbett erinnern, besonders häufig in Zeiten, wenn Zähne kamen oder Halsweh, Ohrenweh, Bauchweh... Der Jüngste kam bis ins Alter von 4 - 5 Jahren immer wieder mal angetippelt..., während die Schwestern sich schon früh gegenseitig hatten, sie kamen selten... Es sind Phasen - aus was für uns manchmal auch unerschließbaren Gründen auch immer - und die geben sich, ganz bestimmt. Du hast wunderbare Hinweise gegeben, von Menschen, die Kinder verstehen und begleiten und nicht konditionieren oder disziplinieren wollen. Ruhe bewahren und gelassen bleiben, auch wenn es manchmal schwer fällt, und auch mal Pause machen dürfen... ;-) Lieben Gruß Gh

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  7. Danke für den wunderbaren Beitrag!
    Zwar kann ich für meine schlaflose fast Elfjährige nicht wirklich was mitnehmen ... und irgendwie auch nichts Hilfreiches beitragen, sondern eher nur die anderen verschrecken, aber ich finde es schön, was du übers Schlafen geschrieben und zusammengetragen hast!
    Liebe Grüße & gute Nächte!
    Anneliese

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  8. Hallo Halitha,

    wir stecken von Geburt an in diesem Thema, mal mehr, mal weniger. Das Familienbett ist bei uns von Anfang an da gewesen und ist für unser Kind zur Zeit auch noch sehr wichtig. Jeden Abend gegen 22.00 Uhr zieht sie um, obwohl sie in ihrem Bett im eigenen Zimmer alleine (! ;)) eingeschlafen ist. Sie braucht das wohl mit ihren drei Jahren noch so und da wir uns von Anfang an nicht von irgendwelchen "Regeln" und gut gemeinten ;) Empfehlungen haben stressen lassen, sind wir zufrieden. Es erschreckt uns eher, wenn wir morgens ausnahmsweise nur zu zweit aufwachen.
    "Nestling" finde ich super. Jeder, der mir mit diesen gut gemeinten Empfehlungen daher kommt, bekommt von mir den Link zu dieser Seite.

    Liebe Grüße und euch auch einen erholsamen Schlaf!
    Marina

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  9. Hallo du Liebe,
    Tja dieses Thema ist wohl ganz und gar mein und das Thema meiner Kinder und natürlich auch meines Mannes .... Nach den ersten beiden sehr schlecht schlafenden Kindern dachte ich schlimmer kann es nicht kommen, aber weit gefehlt unser Kleinster hat das Schlafverhalten der Mädels noch getopt und schläft mit seinen 16 Monaten immer noch keine 2 Stunden am Stück.... Wir haben nachdem wir das sogenannte Schlafprogramm bei unserer großen ausprobiert haben uns für ein Familienbett entschieden, wir haben zwei Betten an jeweils eine Seite angebaut und haben die Kinder immer bei uns schlafen lassen wenn sie wollten. Das hieß der Kleine sowieso abends immer und die Mittlere kam bis vor kurzem jede Nacht zwischen 23 und 3 , meist eher früher als später... Unsere Mittlere hätte immer viele Albträume und Ängste und damit wollten wir sie keinesfalls alleine lassen . Nun ist sie in die Schule gekommen und hat gerade selbst entschieden, dass sie nicht mehr zu uns kommt, weil sie nun zu groß ist. Sollte sie sich diese Entscheidung noch mal überlegen ist sie immer Willkommen in unserem Bett! Unser kleiner wird immer noch gestillt, Aber ich denke lange möchte ich nicht mehr... Tja Tipps außer Familienbett und versuchen gelassen zu bleiben habe ich leider nicht ! Ich denke das muss einfach jeder für sich selbst entscheiden ! LG Steffi

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  10. Wir haben nach den ersten zwei Wochen zu viert im 1,40er Bett ( ein Gitterbettchen war schon dranmontiert, aber ich hab den Kleinen nachts immer nur angedockt und nicht mehr zurückgelegt ;)) entschieden, das es zu eng ist und haben noch ein 90er Bett auf der anderen Seite drangemacht. Mein Mann hat jetzt Platz - wenigstens einer! Und an mich drücken sich jede Nacht die Zwerge so eng dran, dass ich mich fühle wie eine Sardine in ner Dose ;)
    Aber eigentlich ist es schon ok so.
    Die Große (bald 3) hatte kurz vor der Geburt des Trolljungen schon durchgeschlafen, aber seit er da ist kommt sie wieder jede Nacht...
    Ich kann sie verstehen.


    Ich schlafe auch nie wirklich durch und wache nachts oft auf, auch schlaf ich oft nicht sofort wieder ein. Von daher kann ich das ganze Theater nicht wirklich verstehen, was die meisten Leute machen.

    Dein Post ist jedenfalls ganz toll und macht bestimmt vielen Mut, sich selbst einen passenden Weg zu suchen.

    Liebe Grüße, Julia

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  11. Huhu Halitha,
    ich glaube ich habe Dir schonmal etwas darüber geschriebn!;-)!Oder?!!!
    Ich liebe Familienbetten....haben wir unregelmässig immer wieder, seit die Jungs ein Zimmerhaben sind sie auch zu zweit glücklich....manchmal kommt wieder das Familienbett zum Einsatz-oder auch Bettrotation...Midi kommt...papa hat die ganze Nacht Füße im Gesicht, Mini hat Hunger(sie schläft immer bei uns!) und papa geht in Midis Bett zum Großen...oder anders herum oder alle 5 sind in einem Bet....oder oder oder....oder wir schlafen mit im Jungszimmer.Je nach Situation, denn wenn sie nicht zu uns kommen geht einer von uns rüber!
    Hauptsache ist daß wir alle ein wenig schlafen könne ohne auf dem Zahnfleisch zu gehen.Weder die Kinder noch wir...

    Liebe Grüße und danke
    Tina

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  12. Du Liebe,
    danke für deine beherzten Worte. Ich habe sie gestern schon gelesen, konnte aber nicht antworten, weil ich psychisch labil und am Rande des Wahnsinns stand (wegen dem Kind ;-)). Ich war sowieso schon in Heulstimmung und dein Text trieb mir die Tränen aus den Augen. Er ist besser als jede Petition gegen JKKSL!

    Liebe Grüße von deiner sari

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  13. Danke für Deinen schönen Post! Auch wir haben schlechte Schläfer. Zwei oder sogar drei, wir werden sehen.... ;)
    Alle meine Kinder haben immer von Anfang an in unserem Bett geschlafen. Da auch mein Mann extrem schlecht schläft, zieht er meistens aus, sonst fällt er in der Arbeit mit dem Kopf auf den Tisch. Mein Großer hat die ersten Monate "relativ" gut geschlafen, mit 7-8 Monaten ging dann eine ganz schlimme Phase los, er ist ca. alle 40 Minuten aufgewacht. Wir waren am Ende, wir haben alles versucht, nur keine Schreien-Lassen-Methode, weil das für mich immer ausgeschlossen war. Wir waren beim Homöopathen und haben wochenlang irgendwelche Tees und Globulis ausprobiert, nichts hat geholfen. Dann waren wir schließlich in der Klinik, weil ich Angst hatte, irgendetwas könnte mit meinem Sohn nicht stimmen. Nach einer gründlichen Analyse hat mir eine sehr liebevolle Ärztin erklärt, dass das Schlafbedürfnis von Kindern unterschiedlich groß ist und unser Sohn ein wenigschläfer ist. Wir haben dann die Schlafzeit Schrittweise verkürzt. Es wurde besser. Über 3-5 mal die Nacht Aufwachen waren wir mehr als glücklich!
    Durchgeschlafen hat mein Großer, bald 5, bis heute noch nie. Er schläft in seinem Bett ein und kommt jede Nacht zu mir. Der Kleine hat anfangs besser geschlafen. Mit 11 Monaten habe ich ihn ausquartiert und nur noch zum Stillen geholt. Mit 16 Monaten war er abgestillt und hat eine zeitlang durchgeschlafen. Dann kam auch er plötzlich Nacht für Nacht und wollte zu uns geholt werden. Mittlerweile kommt er von selbst. Auch jede Nacht. Und er wälzt sich hin- und her, wie verrückt.
    Die Kleine hat bis jetzt mit 2-3 Stillpausen sehr gut geschlafen, jetzt kommen die Zähne und sie wacht auch häufiger auf....
    Anfangs war ich oft sehr verzweifelt, jetzt ist es meistens ok. Was mir hilft: Der Gedanke, dass es so wunderschön ist, meine Kinder ganz nah bei mir zu haben und dass die Zeit so schnell vergeht. Irgendwann werde ich keines meiner Kinder mehr in meinem Bett haben, keine kleinen Händchen, die suchend nach meiner greifen, keine kleinen Füßchen, die sich zwischen meine Beine schieben, kein zartes Schnarchen mehr neben mir.... und ich vermisse sie jetzt schon!
    Ein sehr schönes Buch zum Thema finde ich übrigens "Schlafen und Wachen" von W. Sears.

    Liebe Grüße
    Lilo

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  14. Vielen Dank für diesen Post und vor allem auch für die tollen interessanten Verlinkungen!
    Ich hatte den Eindruck gewonnen, dass Einschlafstillen eine total schlechte Angewohnheit ist und schädlich fürs Kind und schon ein ganz schlechtes Gewissen, weil die Kleine mit 14 Monaten noch immer nicht alleine einschläft... :-(

    Ich bin grad so erleichtert dass ich heulen muss :-)

    War eigentlich schon fast dabei, ihr die Brust zum Einschlafen zu verweigern, damit sie das lernt, und war schon ganz traurig dass diese Zeit vorbei ist, aber man kann doch niemandem sagen, dass man _eigentlich_ eh gern einschlafstillt :-)
    Natürlich gibt es auch Tage, wo sie nicht schlafen will, und es mühselig ist neben ihr zu liegen bis sie schläft, aber eigentlich ist das an den allermeisten Tagen so was Schönes... So ein schöner Tagesabschluss für die Kleine. Hach, nochmal kuscheln und spüren und ihr zu spüren geben, wie lieb ich sie hab...

    Bin ich froh dass ich keine egoistische klammerhafte Mutter bin die nicht los lassen kann und das Kind völlig verwöhnt, und das Einschlafstillen nicht so schlimm ist, wie man manchmal glauben gemacht wird.

    Bin ich froh, dass ich sie jetzt nicht abstillen muss...

    Und ab heute werde ich versuchen dazu zu stehen, wie gerne ich sie stille, auch am Abend, auch wenn sie dann ohne nicht einschlafen will...
    Hach.

    Danke für diesen Artikel, ich bin total erleichtert, und fühle mich gerade sehr gestärkt...

    Ein Glück dass ich den Artikel noch gelesen habe jetzt...


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  15. gerade heute vormittag habe ich auch über das nächtliche aufwachen meiner tochter geschrieben und jetzt stolpere ich zufällig wieder mal bei dir vorbei und lese noch viel ausführlicheres. ich bin da ganz bei dir, ich fand es auch immer am bequemsten, wenn die kinder gleich bei mir lagen (ehrlicherweise sage ich auch dazu, dass der papa das nicht so bequem fand und meistens gleich im kinderzimmer schlief). die kleine will jetzt aber in ihrem bett schlafen und das durchschlafen funktionierte auch. und jetzt eben nicht mehr. meistens wache ich am morgen dann bei ihr im bett auf (nicht ganz ausgeschlafen...), aber ich bin zuversichtlich, dass es wieder besser wird.

    bei kind 2 war ich manchmal so verzweifelt, weil sie einfach nicht schlafen wollte, dass sich die ganze situation hochschaukelte und immer schlimmer wurde. erst als ich mich (eigentlich gezwungenermaßen) damit abfand, konnte sich alles wieder entspannen, was sich auch auf das kind übertrug und zu ruhigerem schlafen führte. ich weiß noch, wie verwundert ich war, dass die lösung so einfach ist.

    und zum einschlafstillen: für mich war das nie eine schlechte angewohnheit, sondern die bequemste für uns alle - solange die kinder wollten. zumindestes fast: die kleine nr. 4 habe ich im sommer davon überzeugt, dass sie ohne mumi einschlafen kann, weil ich nach fast dreieinhalb jahren stillen wirklich nicht mehr wollte. und man _muss_ auch niemandem sagen, dass man noch einschlafstillt, das ist alleine eine sache zwischen mama und kind. nach meinen erfahrungen hört die frage, ob man noch stillt, nach dem 1. geburtstag auf, weil sich die meisten gar nicht vorstellen können, das man das länger tun könnte. und wer mich nicht danach gefragt hat, hat auch keine antwort darauf bekommen ;)

    liebe grüße aus ö!
    klaudia

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  16. Vielen Dank für diesen Artikel, es tut einfach immer wieder gut, zu lesen, dass andere ähnliche Probleme haben. Auch bei uns ist - bei einem der Kinder - das Schlafen ein sehr sehr schwieriges Thema. Vielleicht gar nicht so sehr fürs Kind, aber für die Eltern bzw. für mich, denn wenn man fast 6 Jahre lang kaum eine Nacht richtig schläft, dann stößt man schon an seine physischen und psychischen Grenzen. Das alles ist oft sehr schwer, aber ich denke auch, im Grunde hilft nur Geduld. Wenn man das Thema zu sehr hochschaukelt und ständig in den Mittelpunkt stellt, wird es nur noch schlimmer. Die Hauptsache ist, dass alle möglichst viel und möglichst gut schlafen, und wo und wie und wann sie das dann tun, da gibt es kein Richtig und kein Falsch, und das kann jede Familie so machen, wie es für sie am besten passt!
    GLG, Steffi

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  17. Halitha, hallo! Danke für diesen Text zum Schlaf von Kindern! Wiiiieeeee oft wird man gefragt: "Und, schläft er schon durch?", oft ist das gleich die Frage nach Name und Alter. Und ich lächle dann und sage: "Nein, er wacht schon auf in der Nacht, aber wir stillen dann und schlafen beide gleich weiter." Und dann hört man sofort, welche Kinder alle in der Nacht durchgeschlafen haben, am besten von Geburt an, spätestens aber mit einem halben Jahr... Ich finde das traurig und wie du geschrieben hast, ist das so ein Durchschlaf-Mythos und viele Eltern glauben, dass ihr Kind das einzige ist, das auch mit einem Jahr noch nicht durchschläft.

    Ach, es gibt so viele Mythen was Babies und Kinder anbelangt und das baut so viel Druck für Eltern auf. Das ist echt problematisch, finde ich. Egal obs jetzt um Themen wie "Die Muttermilch reicht spätestens ab dem 6. Monat nicht mehr" (Mein Sohn wurde 11 Monate quasi voll gestillt weil er nichts essen wollte und ist ein richtiges Specki-Baby ;) oder das eigene Bett vs. Familienbett ("Da müsst ihr aufpassen, sonst kriegt ihr ihn gar nicht mehr aus eurem Bett raus.") oder Tragen mit Tuch oder guter Tragehilfe ("Da verden sie ja so verwöhnt, wenn sie dauernd herumgetragen werden.") oder was auch immer geht!

    Ich finde es toll, dass du dazu schreibst!! Das macht Eltern Mut und zeigt, dass die Bedürfnisse des eigenen Kindes ganz normal sind und Kind selbst am besten wissen, was sie brauchen und es wunderbar ist, diese Bedürfnisse erfüllen zu können! Danke!

    Liebe Grüße, Selina

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Ich bin gespannt und freue mich sehr über ein paar ehrliche Worte :)
(Kommentare werden erst moderiert, nicht wundern!)