Donnerstag, 28. März 2013

Frohe Ostern!

In diesem Jahr waren unsere Ostervorbereitungen nur spärlich. Ich hatte in den letzten Wochen täglich viel Uni-Arbeit und die Kinder haben viel Zeit ohne mich verbracht. Da blieb nur am Wochenende etwas gemeinsame Zeit zum Eier bemalen.


Ein regenbogenbuntes Ei musste natürlich auch an den Osterstrauß :)


Außerdem haben wir wieder Osterkresse gepflanzt. Auf Küchenkrepp in der Tonschale wurden hübsche Osternester daraus, deren Inhalt nicht nur auf dem Butterbrot lecker schmeckt, sondern die auch optisch ein echter Genuss sind.





Bei den Naturkindern findet ihr diese Woche noch viele schöne andere Nester und Oster-Ideen. 
Überhaupt - wer das Blog noch nicht kennt - es lohnt sich!


Bei den Naturkindern sah ich auch das wunderschöne Weidenkätzchen-Ei. Denn nachdem unsere Weiden-Zweige all ihre Kätzchen abgeworfen hatten, wollten wir gern noch etwas schönes damit anfangen. Also beklebten wir ein ausgeblasenes Ei mit ihnen und erhielten ein kuschlig weiches, glänzendes Osterei an unserem Oster-Strauß auf dem Jahreszeitentisch. 





Auf dem Jahreszeitentisch ist inzwischen auch der Frühling eingezogen.
Die Wurzelkinder haben sich grüne und farbenfrohe Kleider genäht, sich in Narzisse, Tulpe und Schneeglöckchen verwandelt. Und hoffentlich bringen sie in den nächsten Wochen die Frühlingssonne gleich mit!



Habt ein ruhiges, schönes Osterfest und genießt die freien Tage!
Wir werden uns ein bißchen zusammen rollen, die Welt Welt sein lassen und jede Menge Familienzeit aufholen!

Bis bald

Halitha



Freitag, 22. März 2013

Die Sache mit dem Bauchgefühl

Durch verschiedene Blogger bin ich auf die sehr spannende Aktion Einfach20Tage aufmerksam geworden.
Viele bewegt in diesem Zusammenhang die Frage "Warum braucht man so ein Projekt? Das ist doch der ganz normale Umgang mit einem Baby!" 

Das mag so sein und doch findet jede Familie ihren eigenen Weg das Beste für ihr Baby und ihre Kinder zu geben.

Und so möchte ich euch gern erzählen, wie unser Weg zur Familie war. Ich betone, dass es unser Weg ist und keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit hat. Was uns als Familie und mich als Mutter glücklich und damit auch die Kinder zufriedener gemacht hat, muss nicht für alle Familien gelten. Aber vielleicht bekommt ja auch ihr Lust von euch zu erzählen? Ich würde mich freuen von euch in den Kommentaren oder auf eurem Blog zu lesen :)


Als ich mit der Großen schwanger wurde, waren wir die ersten in unserem Freundeskreis, die eine Familie gründeten. Wir hatten keine Vorbilder, keine Vorstellungen, keine Vorsätze. Wir haben keinen Babyratgeber gelesen und dachten, dass sich alles fügen wird. Schließlich waren wir nicht die ersten auf dieser Welt, die ein Kind bekamen. Wir würden unser Kind lieben, für es da sein, ein Leben lang.
Mehr hatten wir nicht vor.


Die Geburt der Großen war eine schnelle, leichte Klinikgeburt mit nichtsdestotrotz miserabler Betreuung. 
Auch die Wochenbettstation war einfach nur trist, nicht babyfreundlich, wie überall angekündigt worden war. Schon am ersten Tag hatte mein Kind ungefragt einen Nuckel und eine Flasche im Mund.  Ich vertraute, wie so viele junge Mütter, dem Krankenhauspersonal und konnte die Große aufgrund einer ausgeprägten Saugverwirrung niemals stillen. Alle Bemühungen waren umsonst und ich verbrachte jede Menge deprimierende Zeit mit der Milchpumpe. Die Große war ein 24h-Baby und mein Mann unter der Woche auf Montage. Sie schrie viel, ich konnte sie kaum ablegen, sie schlief ausschließlich in meiner Gegenwart ein und nicht zuletzt hasste sie den Kinderwagen. Ich bewegte den Kinderwagen jedesmal ruckartig vorwärts, bis die Große schlief. Ich verbrachte am Abend Stunden am Bett der Großen bis sie schlief, schlich mich aus dem Schlafzimmer, nur damit sie wenige Minuten später wieder weinend wach wurde.

Wir versuchten es mit Osteopathie, mit Homöopathie und Zu-Bett-Geh-Ritualen. Nichts half.
SO hatte ich mir das nicht vorgestellt! Ich fühlte mich fürchterlich, unfähig, überfordert.

Wochenendfamilie 2007.
Nach drei anstrengenden Monaten kam ich, ich kann gar nicht mehr sagen wie und wo, zum Tragen. Ich bestellte mir einen ergonomische Tragehilfe und probierte sie aus. Zu Anfang sehr vorsichtig, ich hatte den Kinderwagen trotzdem immer dabei, für den Fall der Fälle. Doch je mehr Tragerfahrungen wir sammelten, desto sicherer wurden wir und trugen nach einer Weile ausschließlich. Es war ein großartiges, selbstbewusstes Gefühl, dass mein Baby in der Öffentlichkeit und auch zuhause nicht mehr (gefühlt) permanent weinte. Endlich wusste ich, wie ich meinem Baby helfen konnte, die Welt besser zu verarbeiten und uns beiden Sicherheit zu geben. Der Kinderwagen wurde eingemottet und ich entdeckte meine Leidenschaft für Tragehilfen. Eine Trage für jede Gelegenheit sozusagen

Die Große 2007.

Das Einschlafproblem am Abend blieb. Die gesellschaftliche Konvention, dass das Kind im eigenen Bett schlafen sollte und auch lernen müsse, allein einzuschlafen, steckte tief in uns. Aber unsere Tochter hatte andere Bedürfnisse, die sie jeden Abend weinend einzufordern versuchte. Und nach etwa sieben Monaten warfen wir die ersten Zweifel über Bord und begleiteten sie jeden Abend ohne Kompromisse in den Schlaf. Wir schaukelten, sangen und hielten Händchen. 
Bis zum letzten Schritt des gemeinsamen Familienbettes dauerte es jedoch noch einige Zeit und für uns auch tatsächlich viel Überwindung. Werden wir unser Kind auch wirklich nicht erdrücken? Wird es denn "unser" Bett auch wirklich irgendwann wieder verlassen? Werden wir noch genug Platz haben? und was wird die Familie sagen???

Die Große in "unserem" Bett 2009.
Als die Große etwa 2 jahre alt war, hatte sich das Familienbett nach und nach etabliert. Die Große musste nicht mehr jeden Abend darauf hoffen, bei uns schlafen zu dürfen. "Unser" Bett wurde zum Familienbett - ganz selbstverständlich.  Alle Ein- und Durchschlafprobleme hatten sich in Luft aufgelöst und wir alle waren zufrieden. Wir hatten unseren Weg gefunden.

Als wir kurze Zeit später die Kleine erwarteten las ich zum ersten Mal einen Babyratgeber und wünschte mir, ich hätte es schon viel eher getan: "In Liebe wachsen" von Carlos Gonzáles. Hätte ich das Buch eher gelesen, hätte ich mich von Anfang an auch bei der Großen sehr viel sicherer gefühlt. Dieses Plädoyer für unsere Kinder, auch im modernen Zeitalter, hat mir sehr gut getan.


Beim zweiten Kind haben wir uns schon im Vorfeld sehr viel mehr Gedanken gemacht. Diesmal wollten wir optimale Startbedingungen für uns alle und planten eine Hausgeburt. Wir erweiterten unser Familienbett, damit auch vier Personen Platz darin fanden und freuten uns riesig. Auf ein eigenes Gitterbett für die Kleine verzichteten wir bewusst.
Leider kam dann doch alles ganz anders, weil die Kleine etwas zu früh, zu leicht und zu klein im Krankenhaus geboren wurde. Sie war gesund und fit, musste jedoch zugefüttert werden. 
Unsere Stillgeschichte habe ich hier schon einmal aufgeschrieben und wir stillten schließlich einvernehmliche 25 Monate. Auch habe ich die Kleine von Anfang an getragen und erweiterte unsere Tragehilfensammlung um ein halbes Dutzend Tragetücher und noch ein paar mehr. Auch diesmal bevorzugten wir alle das Tragen gegenüber dem Kinderwagen, aber der Weg dort hin war so viel weniger nervenaufreibend!

Die Kleine im elastischen Tragetuch 2010.


Das Familienbett teilten wir noch etwa ein Jahr mit beiden Kindern. Kurz vor ihrem vierten Geburtstag zog die Große aus eigenem Antrieb vom Familienbett in ihr Bett im Kinderzimmer, die Kleine schläft bis heute mit uns in einem Bett. Dass das gemeinsame Schlafen jedoch kein Garant für ruhige Nächte ist, zeigt sie uns mit ihren 2einhalb Jahren allerdings jede Nacht aufs Neue. Sie beweist damit außerdem, dass jedes Kind so einzigartig ist, wie es auch Erwachsene sind. Sie schläft am liebsten ganz dicht an ein Elternteil gekuschelt, unter der selben Decke, mit einer Hand voll permanentem Körperkontakt.
Und es IST anstrengend, keine Frage. Wir genießen es nicht ausschließlich, sondern manchmal deckt so viel Nähe auch jeglichen Bedarf nach Körperkontakt. Manchmal wünsche ich mir einfach nur eine ruhige Nacht, ohne mehrmals durch ein nähesuchendes Händchen oder empörtes Kleinkind-Weinen geweckt zu werden. 

Die Große und die Kleine im Familienbett 2011.
Die Kleine im Familienbett 2012.
Aber kann man das Bedürfnis nach Nähe und Wärme wegerziehen? Sollte man das? 
Unser Standpunkt ist und bleibt jener, dass unsere Kinder viel zu schnell groß und selbstständig werden. Dass wir als Eltern unsere Kinder auf diesem Weg, im Rahmen unserer Grenzen und Möglichkeiten,  begleiten werden. Wieviel Zeit sind 3, 4 oder auch 5 Jahre angesichts eines ganzen Lebens?
Und wenn sich in der Nacht wieder ein kleines Händchen unter meine Wange schiebt, dann bin ich auch dankbar dafür. Für meine beiden gesunden Kinder, dafür, dass wir alle glücklich sein dürfen und dass wir haben, was wir brauchen, dass in einigen Jahren vielleicht noch mehr Kinder in unserem Bett schlafen werden und es jedes mal wieder eine Herausforderung sein wird. 
Sicher wird sich auch unsere Rolle als Eltern mit jedem Kind ändern. Man macht neue Erfahrungen, lernt dazu und immer wird sich etwas mehr Normalität und Besonderheit einstellen :)


Habt ihr Lust auch von euch zu erzählen?



Dienstag, 19. März 2013

Upcycling Dienstag #4

Heute mit einem Re-recycling-Projekt.
Alles begann mit dem Wunsch nach einer Art Katwise Mantel. 

Hierzu habe ich alle meine Fleece-Reste als auch jede Menge ausrangierte Shirts heraus gekramt.


Einen eingelaufenen Pullover meines Mannes entsprechend zerschnitten...


...und neue Armabschlüsse genäht.


Ich habe geschnitten und gepuzzelt und genäht.


Und heraus kam ein untragbares Moosmutzel-Kostüm. Wirklich - so habe ich mir in meiner Kindheit Moosmutzel und Waldwuffel vorgestellt.


So habe ich das Oberteil vom Unterteil wieder getrennt und bei einem leckeren Essen meines Mannes darüber gerätselt.


Beim nächsten Nähtreff habe ich aus den Armabschlüssen Stulpen und aus dem Unterteil einen Rock mit elastischem Bund genäht. Wieder zuhause erhielt er noch einen Schrägbandabschluss.


Tragbarer, den Alltagstest muss diese Kombination jedoch erst noch bestehen!


Die Ohrringe passen aber immerhin sehr gut.


Mehr schöne Upcycling-Ideen findet ihr heute und jeden Dienstag bei Nina. Danke dafür :)

Montag, 18. März 2013

Rainbowstyleweek III #4 - Nachtrag

Toll war sie, die Rainbow-Style-Week, nicht?

Ich kam leider nicht dazu meinen finalen Beitrag am Wochenende online zu stellen, deshalb heute der Nachtrag. So inspirierend war das Ganze - liebe Anneliese, hab vielen Dank!
Und auch lieben Dank an Verfuchst und Zugenäht mit ihrer wunderschönen Kette. Als ich sie sah wusste ich - sowas brauch ich auch!


Und dank meiner liebsten Schwester, die eine große Perlensammlung hat (von der ich auch die Perlen meiner Ohrringe beziehe), darf ich nun auch eine Regenbogenkette mein Eigen nennen.



Auch regenbogenbunt wird es in den nächsten Monaten ab und an im Nähzimmer zugehen: ich arbeite an einer Patchworkdecke aus Tragetuchstückchen.



Woher ich so viele Stoffstücke habe? Ich selbst besaß schon einige, aber Melli hat mir noch einmal etliche wunderschöne Exemplare geschickt. :) Danke!


Außerdem hat mir eine meiner liebsten Freundinnen jede Menge ihrer eigenen Sammlung abgegeben.
Falls ihr das Blog noch nicht kennt - unbedingt vorbei schauen!
Uns trennen leider viel zu viele Kilometer, aber dem Herz ist ja kein Weg zu weit.


Nun warten sie, artig gestapelt, auf ihre Endbestimmung. 


Noch zwei Wochen könnt ihr euch übrigens bei der Rainbow-Style-Week verlinken :)







Donnerstag, 14. März 2013

Rainbow-Style-Week III #3 Regenbogenbunte Kinderkleidung

In den letzten Wochen habe ich mir viele schöne Kinderjerseys ertauscht.
Und statt sie zu streicheln, habe ich direkt beherzt zur Schere gegriffen und ein paar neue Schnitte ausprobiert.


Die ersten Ergebnisse zeige ich heute.


Einen guten Schnitt für die Große zu finden ist schwer. Genähte Jacken gehen immer, alles was sich jedoch (auch nur fast) direkt auf der Haut befindet kann problematisch sein. 

Aber das Kleid Minnie aus der Ottobre 06/2010 hat den Test bestanden. Den (ziemlich bunten) Stoff habe ich nur für die Große ertauscht und sie hat sich unheimlich gefreut!


Die Kleine ist in dieser Hinsicht absolut unkompliziert und liebt alle selbstgenähten Stücke. 
Auch dieses klassische Regenbogenshirt, das keine neue Idee ist. Wo ich es zuerst gesehen hatte, kann ich gar nicht mehr sagen, aber es passt einfach perfekt :)


Um welchen Schnitt es sich handelt kann ich leider nicht mehr genau sagen - er war sicher auch einmal in einer Ottobre, aber ich habe ihn schon länger abgepaust liegen gehabt und ursprünglich dieses Schlafanzugoberteil daraus genäht.


So schön bunt passt alles natürlich herrlich zur Rainbow-Style-Week :)