Freitag, 31. Mai 2013

Anleitung des Monats - Gefilztes Windlicht

Im Mai zeige ich euch (ganz knapp bevor es schon wieder Juni ist), wie man schnell und einfach ein Windlicht um ein beliebiges Glas filzen kann.
Ich liebe es zu filzen. Es hat etwas sehr Meditatives immer wieder über die nasse Wolle zu streichen, bis sich alle Fasern miteinander verbunden haben. Außerdem lohnt es sich schon allein wegen des stimmungsvollen Lichts.

Für ein gefilztes Windlicht braucht ihr:
*ein Glas (irgendein leeres Marmeladen-/Apfelmus-/Champignon-/...glas)
*Märchenwolle/Filzwolle am besten Merinowolle im Kammzug, einfache Schafwolle geht auch, sieht jedoch oftmals etwas rustikaler aus
*Filznadel und Filzunterlage
*Seife (ich nehme am liebsten Kernseife, aber es geht auch jede andere)
*Wasser
*ggf. ein Bügeleisen





Zuerst zupft ihr euch etwas Wolle aus dem Kammzug und breitet sie gleichmäßig zu einem Rechteck aus, das  gut um das Glas passt. Ihr legt so lang Schichten übereinander, bis ihr eine blickdichte Grundlage habt. Diese wird auf eine Filzunterlage gelegt, die sich zum Trockenfilzen mit der Filznadel eignet. 



Auf den weißen Grund legt ihr dann euer Motiv. Dabei könnt ihr ruhig sparsam mit der Wolle sein, da es hübsch aussieht, wenn sich einzelne Fasern abzeichnen. Bei mir wird es ein Fliegenpilz und ich zeige auf den Bildern die einzelnen Schritte, die im Grunde selbsterklärend sind. Zum Vergrößern einfach die Bilder anklicken.






Ist das Bild soweit fertig und einigermaßen angefilzt, nehmt es von der Filzunterlage und legt es auf ein mehrmals gefaltetes Handtuch aufs Bügelbrett/eine Bügelfeste Unterlage. Darauf bügelt ihr mehrmals heiß und mit viel Dampf darüber. Das ist eine etwas unkonventionelle Art des Vorfilzens, aber im Hause Halitha hat sie sich bewährt :)




Anschließend nehmt euch das Glas und legt euer Filzbild darüber. Schlagt es herum und fixiert die Enden grob mit der Filznadel. Das endgültige Filzen folgt erst noch, aber all diese Vorbereitungen erleichtert euch die Arbeit ungemein!



Nun kommt der spannende Teil. Stellt euch in einem Waschbecken eine Lauge her, indem ihr euch, mit geschlossenem Abfluss, einmal kräftig die Hände wascht. Vorerst nehmt ihr immer nur ein bißchen der Lauge und reibt behutsam über euer Filzbild, viel Seife ist dabei wichtig. Nicht zu stark aufdrücken oder gar reiben, sondern im ersten Durchgang wirklich nur vorsichtig streicheln, bis sich die ersten Fasern verbunden haben. Je nasser die Wolle wird, desto lockerer wird sie vorerst auf dem Glas liegen, das gibt sich aber mit dem fortschreitenden Filzprozess. 


Haben sich die ersten Fasern gut miteinander verbunden, könnt ihr nun kräftiger reiben, auch mit der ganzen Hand und mit Druck. Besonders auf die Übergange achten, damit sich wirklich eine homogene Glashülle aus Filz ergibt. Wenn ihr glaubt, dass das Filzen ausreicht, spült ihr das umfilze Glas einmal ordentlich unter klarem Wasser ab und überprüft, ob sich wirklich keine Fasern mehr lösen. Ist dies nicht der Fall, einfach nochmals einseifen und weiter filzen. 


Ist das Ergebnis schließlich so, wie ihr es euch vorgestellt habt, das Glas gut abspülen, vorsichtig das überschüssige Wasser "auswringen" oder hierzu auch das Glas auf einem Handtuch wälzen und zum endgültigen Trocknen in die Sonne/auf die Heizung stellen.


Mit einem Teelicht verbreitet es dann Tag wie Nacht eine schöne Stimmung :)

Viel Spaß mit dieser Anleitung die ihr für den privaten Gebrauch immer und so oft ihr mögt nutzen dürft. Und falls ihr auch ein Glas umfilzt, dann zeigt es mir doch über eine Mail oder einen Kommentar mit dem Link zu euch. Ich schaue sehr gern bei euch vorbei!



Mittwoch, 29. Mai 2013

(Waldorf-)Puppen Sew Along - Das erste Treffen

Heute startet der wunderbare (Waldorf-)Puppen-Sew-Along bei den Naturkindern.
Er kam im Grunde wie gerufen, da unsere Kleine zu ihrem dritten Geburstag im Juli eine Puppe bekommen soll. Eine besondere, mit Charakter, die unsere Kleine hoffentlich in ihre Arme und in ihr Herz schließt.

Diese Puppe wird nicht meine erste selbstgenähte Puppe werden, 2012 habe ich bereits zwei kleinere Puppen genäht, die gern bespielt werden, aber eben doch eher klein sind und nicht die optimale Mama-und-Baby/Kind-Rollenspielgröße haben. Ich nenne sie manchmal liebevoll meine "Übungspuppen", weil während ihres Entstehens doch einiges schief gegangen ist. Das Sticken des Gesichtes war schwierig, da ich die Puppen zu fest mit Wolle ausgestopft habe und während des Haare-Aufnähens hat sich der Kopf der größeren Puppe verformt.
Aus all dem bin ich etwas schlauer heraus gegangen und werde diesmal das Gesicht aufmalen, außerdem lieber eine Perücke häkeln und sie nachträglich aufnähen. 



Zu Hilfe nehme ich gern diese zwei Bücher bzw. diese Anleitungen (Vielen Dank für den Hinweis, Wurkseln!). Aus jeder ein bißchen Information und viele eigene Ideen und Entwürfe. Eine Puppe zu nähen ist für mich immer ein Prozess. Im Werden der Puppe passiert so viel Unvorhergesehenes, dass sie quasi aus sich selbst entsteht und ihr ganz eigenes Wesen erhält. Grundsätzlich wird sie aber immer dem Kind ähnlich, für das es bestimmt ist. Aus diesem Grund wird die Puppe einen ausgeprägten Hinterkopf bekommen, kurzes braunes Haar und generell eher burschikos sein, wie unsere Kleine eben ist. Ich möchte der Puppe auch Kleidung aus Stoffen nähen, welche die Kleine selbst gern trägt und in ihrem Kleiderschrank findet.
Zu den Materialien hab ich hier schon einmal meine Empfehlungen aufgeschrieben. Daran hat sich nichts geändert, vor Ort kenne ich nach wie vor keinen Laden, der entsprechende Utensilien anbietet, leider. 



Ich freue mich auf das gemeinsame Nähen mit euch :)
Danke für die Organisation liebe Naturmama!


Montag, 27. Mai 2013

Wasser.

Einmal das Meer sehen, das wollte unsere Große schon immer. Und da uns eine liebe Einladung ein verlängertes Wochenende an der Ostsee möglich machte, sagten wir zu und packten unsere Koffer. 6 Stunden Autofahrt lagen vor uns. Wer schon einmal einen halben Tag mit Kindern im Auto unterwegs war weiß, dass man am besten gut vorbereitet, aber ohne große Ansprüche an das Ganze heran geht. Die Kleine braucht wie jedes Kleinkind viel Bewegung, die Große wird bei langen Autofahrten schnell reisekrank. 
So fuhren wir früh los, damit die Kinder noch einige Zeit verschliefen und ich packte eine große Tasche Reiseproviant für den gesamten Tag: Belegte Brötchen, gekochte Eier, Bananen, Gurkenscheiben, Apfelspalten, Weintrauben, Erdbeeren, Mairüben, Kekse, Haferbällchen und Knuspereulen, Möhrenstifte, Tomaten. Außerdem zweimal Kakao im Trinkpäckchen und jede Menge stilles Wasser. 



Entgegen unserer Erwartungen bekam weder die Kleine einen Autokoller, noch die Große bemerkenswerte Übelkeit. Wir fuhren 6 Stunden lang durch das verregnete Deutschland und kamen an der verregneten Ostsee an. Dank der richtigen Kleidung war aber auch das kein Problem und als die Kinder das Meer zum ersten mal sahen, waren sie einfach nur still. Sie standen andächtig im Regen und schauten dem Meer beim Rauschen zu, ehe sie sich dann mit Eimer und Schaufel über den Sand hermachten. 




Zwischenzeitlich hörte es jedoch auf zu regnen und wir verbrachten etliche Stunden am Strand. Es war wunderschön! Ich war nicht mehr an der Ostsee seit ich selbst ein Kind gewesen bin und es war großartig die Kinder beim Spielen zu beobachten. Mit der Sonne im Nacken, dem Wind um die Ohren und dem Duft des Meeres in der Nase. Der Strand dabei als ein einziger riesiger Spielplatz, nach dessen Besuch wir die Mädchen jeden Tag aus ihren nassen Gummistiefeln fischten.  





Auch wenn es nur wenige Tage waren, haben wir alle unseren ersten Familienurlaub richtig genossen. Für uns steht fest, dass wir bald wiederkommen wollen, wenn die Sonne richtig scheint und wir auch im Meer baden können. Bis dahin behalten wir viele schöne Erinnerungen und ein bißchen Fernweh :)




Montag, 20. Mai 2013

12tel Blick #5 und die Gewinner

Heute bin ich ganz pünktlich. Und ich bin fasziniert. Wenn man fast täglich Zeit draußen verbringt, fällt es einem kaum auf wie die Natur immer mehr grün hervor bringt. Wie wunderschön sich die ganze Welt verändert und überhaupt. 


Der Zweig, der oben links immer ins Bild ragt ist unter seinem grünen Laub nur noch zu erahnen. Das junge Bäumchen darunter trägt auch frische Blätter und die Nadelbäume sind nicht mehr zu sehen. Stattdessen ist alles fast schon ein kleiner Laubwald-Dschungel geworden. 



Was sich bei den anderen 12tel-Blicken verändert hat, sammelt wie jeden Monat Tabea. Danke dafür!

***

Und natürlich möchte ich euch auch nicht länger auf die Folter spannen und die Gewinner auslosen. Diesmal ganz schnörkellos mit Random.org. Ihr dürft mir dennoch vertrauen, dass alles mit rechten Dingen zu ging. 


Gewonnen hat Ena!
Herzlichen Glückwunsch! Bitte schick mir doch deine Adresse per Mail an Halithaätwebpunktde.

Allerdings gibt es noch eine Gewinnerin, die tatsächlich richtig erraten hat, welches Motiv mein Logo haben wird. Es ist Katha, die auf ein Jahreszeitenbäumchen tippte. Auch dir herzlichen Glückwunsch und sende mir doch bitte deine Adresse, damit sich auch eine kleine Überraschung zu dir auf den Weg machen kann :)

Leider kann ich euch an dieser Stelle nur den Entwurf von der wunderbaren, kreativen Kathi zeigen, den sie mir schon zugeschickt hat, aber es lässt sich bereits erahnen, wie schön es mal werden wird. 



Einfach toll, oder?
Eine Weide, die alle Jahreszeiten in sich vereint. 
Warum es sich um eine Weide handelt schreibe ich euch bald. Der aufmerksame Leser weiß es sicher schon längst, aber ich möchte euch bei Gelegenheit gern die gesamte Geschichte erzählen. 
Bis dahin wünsche ich euch eine schöne Zeit mit tollem (nun hoffentlich ausnahmsweise regenfreiem) Wetter!



Donnerstag, 16. Mai 2013

Festkleid mit Punkten.

Nun ist alles für die anstehenden Hochzeiten geschafft. Das Hochzeitskleid ist fertig und die Braut ist sehr zufrieden. Sobald sie in ihrem Kleid glücklich heiraten konnte, darf ich euch ein paar Bilder zeigen. Das dauert jedoch noch ein bißchen und bis dahin möchte ich euch an meiner Freude über mein eigenes Festtagskleid teilhaben lassen. 

Der Stoff ist einfach w-u-n-d-e-r-s-c-h-ö-n. Es ist ein hochwertiger fester Baumwollbatist in grau mit eingewebten hellgelben Pünktchen. Ich habe euch extra ein paar Nahaufnahmen gemacht, weil meine Ganzkörperaufnahmen leider etwas verwaschen sind. 




Den Schnitt habe ich schon einmal genäht. Das Kleid trage ich leider recht selten, weil es meine Armfreiheit einschränkt. Um mehr Bewegungsfreiheit an den Ärmeln zu erreichen, habe ich sie breiter zugeschnitten und oben eingekräuselt, außerdem ein dreieckiges Stück eingesetzt und unten wiederum gekräuselt. Das Ganze mutet etwas provisorisch an, erfüllt aber seinen Zweck :)



Das gesamte Kleid ist gefüttert. An den Unterrock habe ich eine Borte angenäht, die mich fast zur Verzweiflung gebracht hat, da ich mir unschlüssig war welche am ehesten zum Kleid passt, ob das Kleid überhaupt eine Borte braucht usw. usf.  Das Pünktchenmuster wirkt ja grundsätzlich ohne irgendwelche zusätzlichen Details. Aber schließlich bin ich doch sehr zufrieden. Das Kleid ist schick und festlich und trotzdem sehr bequem. Ich fühle mich unheimlich wohl darin und nicht verkleidet, im Gegenteil. 
Und trotzdem ist es doch ein besonderes Stück für nicht jeden Tag. Einfach toll! Ich liebe es! 

Was sagt ihr?

Meine Verlosung läuft noch bis morgen. Wer mitraten möchte ist herzlich eingeladen :)