Dienstag, 17. September 2013

Wie Kinder schlafen.

Lange habe ich darüber nachgedacht einen solchen Post zu schreiben.
Aber je älter die Kleine wird, desto häufiger habe ich Eltern getroffen oder gelesen, denen es ähnlich geht und die es gleichermaßen tröstet, nicht mit ihrem "Problem" "allein" zu sein.
Wobei ich das alles inzwischen nicht mehr als "Problem" sehe, sondern als eine Facette kindlicher Charakterzüge. Und eine Eigenschaft der Kleinen ist unumstritten ihr geringer Schlafbedarf und ihr nächtliches Aufwachen. 

Also ihr Eltern da draußen: ihr seid nicht allein!
Es gibt so viele Kinder, die, obwohl sie schon 1, 2, 3 Jahre und älter sind, nicht durchschlafen. Die nur in Ausnahmefällen keine zwei, drei, vier oder fünf mal (oder noch häufiger) in der Nacht wach werden und Zuspruch und Trost oder auch nur Nähe brauchen.
Und dass sie dieses Verhalten zeigen zeugt nicht von euren schlechten erzieherischen Fähigkeiten oder eurer Unfähigkeit, dem Kind das Schlafen beizubringen. Nein, dass ihr euer Kind begleitet und tröstet, zeugt von viel Liebe, die ihr ihm entgegenbringt und von viel Verständnis dem Kind gegenüber, das sicher viel möchte, aber euch nicht mit seinem nächtlichen Aufwachen ärgern oder manipulieren. Außerdem _kann_ euer Kind ja schlafen. Darin war es sogar schon Experte bevor es geboren wurde! Es schläft nur offensichtlich nicht so, wie es sich unsere westliche, moderne Gesellschaft wünscht und vorstellt: unabhängig, unauffällig, gehorsam und still. 
Dabei ist Durchschlafen ein bißchen wie Laufen oder Sprechen lernen: Ein Entwicklungsprozess den man nicht beschleunigen kann und auch auch nicht beschleunigen sollte.


Gute Artikel zum Baby- und Kinderschlaf gibt es im Internet viele!
Ich verlinke euch an dieser Stelle eine Übersicht von Dr. med. Renz-Polster (Autor von Büchern wie "Kinder verstehen") sowie gut recherchierte Beiträge von Nestling vom gleichnamigen Blog.

Trotzdem steckt so ein (gefühlt) ständig aufwachendes Baby oder (Klein)Kind der eine besser, der andere schlechter weg. Die einen sind eher am Ende ihrer Kräfte als andere und es gibt auch keine Patentlösung für das "Durchschlafproblem", so wie es einige Baby-/Kinderratgeber empfehlen. 
Jede Familie muss ihren Weg finden.
Ich möchte euch an dieser Stelle aber gern zusammentragen, was helfen _kann_. Dabei geht es allerdings nicht darum, das nächtliche Aufwachen zu unterbinden, sondern es möglichst unanstrengend für die Eltern zu gestalten, ohne gleichzeitig die Bedürfnisse des Kindes zu überhören.
Ich möchte euch damit auch Alternativen zu den oft propagierten Schlaflernprogrammen mit kontrolliertem Schreien-Lassen geben. In der Broschüre Kinder brauchen uns auch nachts sowie dieser Darstellung der Prozesse im Kinderkörper, wenn es absichtlich und zu erzieherischen Zwecken schreien gelassen wird, finden sich viele gute Gründe gegen klassische Schlaflernprogramme.


Was also sind die Alternativen?

Eine Lösung kann sein, gemeinsam im Familienbett zu schlafen. Ein ausreichend großes Bett (bspw. auch zwei Betten aneinandergeschoben und fixiert), wodurch die Eltern zum nächtlichen Trösten wenigstens nicht aufstehen und das warme Bett verlassen müssen.
Oder eine Matratze im Kinderzimmer, neben dem Bett des Kindes, falls die Eltern kein Familienbett wollen. So kann das Kind trotzdem so komfortabel wie möglich beruhigt werden und man kann selbst schnell weiter schlafen. Auch ein Geschwisterbett, in dem alle Brüder und Schwestern schlafen dürfen, die das gern möchten, kann die Situation entspannen. Wobei natürlich kein Geschwisterkind zum nächtlichen Tröster werden darf, dafür sind die Erwachsenen da.
Vielleicht ist das Kind auch noch gar nicht richtig müde und kann deshalb nur schwer einschlafen und wird oft wach. Man könnte dann bedenken, die Zubettgehzeit weiter nach hinten zu verlegen und somit das nächtliche Aufwachen in gewissem Maße zu reduzieren. Einige Familien können es sich auch gut vorstellen, das Kind am Abend auf der Couch schlafen zu lassen, so dass sie immerhin noch ein wenig ihren Hobbys nachgehen und "frei" haben können.
Oder wie wäre es generell mal mit einer Pause? Vielleicht akzeptiert es das Kind, von einer anderen Bezugsperson getröstet zu werden und die Mutter/der Vater kann einmal die ganze Nacht schlafen? Eventuell können die Eltern an diesem Abend auch etwas Schönes unternehmen und einfach mal den Kopf frei bekommen, durchatmen, Kraft tanken.
Und schließlich hilft es vielen Eltern, die Situation so anzunehmen wie sie ist und sich bewusst zu machen, wie kurz diese so anstrengende Zeit, angesichts eines ganzen Lebens, ist. Und wie viel Vertrauen in seine Eltern und die Welt das Kind in dieser Zeit erfahren durfte und darf. Dass man ihm dadurch die hoffentlich besten Startchancen für ein schönes und glückliches Leben gibt. Dass irgendwann die eigenen Enkel ebenso schlafen und groß werden dürfen. Eine schöne Vorstellung, oder?

Und auch für die, deren Leidensdruck tatsächlich unsagbar groß geworden ist. Die psychisch wie auch physisch unter den unruhigen Nächten leiden und den Eindruck haben, unbedingt etwas ändern zu müssen: Auch für die gibt es eine Lösung. Das sogenannte sanfte Schlaftraining von Dr. Jay Gordon, das auf der Seite der Rabeneltern überblickshaft zusammengefasst wurde und nicht gegen die natürlichen Bedürfnisse von Kindern agiert. Stattdessen betont Gordon mehrfach, dass das Schlaftraining jederzeit abgebrochen werden kann und sollte, wenn es sich für die Eltern schlecht anfühlt.

Habt ihr noch Tipps? Und habt ihr Lust sie mir in den Kommentaren (oder auch per Mail) zukommen zu lassen?

Ich bin dafür Eltern zu unterstützen. Alle Familien mit ihren eigenen Geschichten und ihren eigenen Bedürfnissen, Wünschen und Zielen.
Und in diesem Sinne freue ich mich auf eure Rückmeldungen und wünsche euch eine schöne Woche!
Schlaft alle gut ;)






Samstag, 14. September 2013

Schuleinführungsnachlese

Nachdem ich nun wieder im Alltag angekommen bin, kommt hier die Schuleinführungs-Nachlese mit all dem, wofür mir zum Zeigen die Zeit fehlte.
Neben der Gartenrenovierung (die natürlich noch lange nicht abgeschlossen ist), meiner Magisterarbeit (die abgeschlossen ist *jeah!*) und den KiTa-Ferien, habe ich es mir nicht nehmen lassen, den Mädchen Kleider für die Schuleinführungsfeier zu nähen. Hierzu nutzte ich das Überraschungsnähpaket von Stoffkleks, das ich gewonnen hatte und Jerseys aus dem Fundus, da ich mir dabei das Versäubern sparen konnte. Entgegen meiner üblichen Erfahrungen, wenn ich etwas für die Große nähe, hat sie das Kleid sofort geliebt und unheimlich gern angezogen, was mich noch mehr freute :)
Der Knopf über der Schleife stammt übrigens aus dem Stofftauschpaket von Me.Anna! 
Und die Kleine bekam natürlich auch ein Kleid.





Die Zuckertüte hätte ich gern gänzlich selbst bebastelt. Aber die Große wollte _diese_ Fee. Diese und nur diese. Keine andere. Und nur für mein mütterliches Selbermach-Ego musste ich sie auch nicht überzeugen, sie nicht zu wollen. 
Sie hat sich dann so über ihre Schultüte mit dem Einhorn gefreut! 
Ein Mädchen, das neben ihr saß sagte: "Toll, du hast ja ein Einhorn da drin!"
Die Große strahlend: "Ja! Und das hat meine Mama _selbst_ genäht!" 
Und das Mädchen: "....!?.... Waaaaaaaaaas...das ist ja totaaaaaaal schön!" 
Und die Große strahlte noch mehr. 

Ich weiß, ich wiederhole mich, aber es war eine so wunderbare Gartenfeier. Mit tollen Gästen und leckerem Essen, glücklichen Kindern und wirklich sehr stolzen Eltern. 




 


Für das neue Schul- und Kindergartenjahr nähte ich den Kindern außerdem neue Hausschuhe nach dem Ballerina-Puschen E-Book von Klimperklein.
Und, was ich euch auch nicht vorenthalten will, weil es einfach eine wunderbare, tolle Alternative zu allen anderen Flaschen für unterwegs ist: die Flasche Emil, welche nun auch bei uns eingezogen ist und die Große seither problemlos nutzt. Natürlich mit Feen drauf :) 







Mittwoch, 11. September 2013

Geschafft.

Ich bin fertig!
So richtig und für immer.

Unzählige Seminare, Prüfungen, Vorlesungen, Hausarbeiten, Bücher, Bibliotheksbesuche, Stunden am Kopierer, durchwachte Nächte, durchlernte Nächte, Mensamittagessen, Wochenenden vor dem Computer, entnervte Dozenten, 13 Vorlesungsverzeichnisse, 3 Urlaubssemester, seltsame und auch freundliche Kommilitonen, Noten und Fleiß.
Aber auch unsere Hochzeit und zwei wunderbare Mädchen mit einem großartigen Mann und Vater. 
So viel Geduld und Verständnis, die diese drei Menschen für mich aufgebracht haben.

All das ist in den letzten 8 Jahre passiert und ich finde, das ist ein tolles Resümee und ich hätte es mir nicht besser wünschen können.

DANKE
an alle, die mir geholfen und mich unterstützt haben. Ich glaube allein hätte ich das nie im Leben geschafft.

Und ihr lieben (fast 400!!!!) Leser und Blogger da draußen, wir lesen uns jetzt auch wieder öfter.
Danke, dass ihr mir trotzdem treu geblieben seid!

Ich bin müde, aber glücklich.